Mit der Gesamtsituation unzufrieden

– Juni 2015 –

Ich würde ja zu gerne über meine Analsex-Erfahrung schreiben, aber leider konnte ich die nicht machen. Statt einer neuen sexuellen Erfahrung habe ich aber eine andere gemacht, ich habe mich zum ersten Mal mit einer Sexbeziehung gestritten. Da ich mich letzte Woche mit Herrn Busch treffen wollte und schon voller Vorfreude gewartet habe, dass er endlich schreibt und vorbeikommt, kam einfach nichts von seiner Seite.

Also saß ich bis halb 12 vor meinem PC und habe mir ein paar Folgen New Girl angeguckt. Sogar die Folgen konnten mich nicht zum lachen bringen. Die schlechte Laune hatte sich schon längst breit gemacht. Meine Enttäuschung war förmlich spürbar. Mein sonst fast immer lachendes Gesicht hing einfach runter. Ich hatte einfach mal wieder eine Woche keinen Sex, dafür war die Woche voll mit Vorfreude, voll mit nicht wahrnehmbaren Planungen. Sex der zum greifen nah ist, macht mich wohl noch unzufriedener als überhaupt keinen in Aussicht zu haben.

Zu gerne würde ich einfach auf eine Party und mir einen auswählen. Leider aber ist meine Mini-Studienstadt im Klausurstress überhaupt, sodass es überhaupt keine Partys mehr gibt. Keine Gelegenheit um etwas Neues klar zu machen, weswegen man sich eben auf das bisherige einfach verlassen muss. Ich hätte Herr Busch einfach zerreißen können und könnte es jetzt noch tun. Dazu kommt einfach die Tatsache, dass Donnerstag einfach die letzte Gelegenheit gewesen wäre um Sex zu haben, weil ich wusste, dass ich am Freitag meine Tage bekomme. Codewort „Mit der Gesamtsituation unzufrieden“ ist in meiner WG allgemein verständlich und bin dafür, dass sich dieses Codewort überall breit macht.

Nun sitze ich hier an einem Montagabend, blute und bin einfach nur unzufrieden. Zähle die Tage bis ich wieder Angriffsbereit sein kann. Morgen oder doch erst Übermorgen? Übermorgen wäre schon viel zu spät, ich halte es ja heute schon nicht aus. Meine Situation erklärt vielleicht auch meine Reaktion auf das nicht reagieren von Herrn Busch. Ich schrieb ihm also um halb 12 noch eine Nachricht, dass er sich doch noch zumindest die kurze Zeit hätte nehmen können um mir abzusagen. Ich hatte mit keiner Antwort gerechnet, aber es kam eine: „Doch ich habe Zeit. Ich bin betrunken. Aber dennoch. Bin sofort daa!“ Einen Scheiß bist du, hätte ich ja am liebsten geantwortet, stattdessen antwortete ich einfach nicht. Ich lag mittlerweile mit meiner Mitbewohnerin in meinem Bett. Das Alleinsein hätte mich sonst wirklich umgebracht. Danke und ganz viel Liebe an sie 😉

Mein Nicht-Antworten führte zu mehr Nachrichten. Ein letztes „Nicht?“ brachte mich dann doch zum antworten. Ich war einfach pampig. Er entschuldigte sich bestimmt vier mal bei mir, versuchte sich irgendwie rauszureden, aber ich wusste was mich am Freitag erwartet und wurde einfach saurer. Der Arme hat leider keine Ahnung und entschuldigte sich noch am Tag danach bei mir. Eigentlich echt süß, aber der Gedanke, dass ich einfach mal zwei Wochen ohne Sex sein muss, kotzt mich mehr an als es eigentlich sollte.

Außerdem tut es mir leid meine Leser zu enttäuschen. Ja wirklich es tue mir selbst leid heute keine neue aufregende Sexgeschichte auspacken zu können 😦 Ich könnte ja eine alte erzählen, aber mich beschäftigt zur Zeit viel mehr mein aktuelles Leben. Liegt wohl daran, dass ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin und nichts in der Hand habe um es zu ändern.

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29 Gedanken zu “Mit der Gesamtsituation unzufrieden

  1. Oder du pokerst und lässt dir ein Stäbchen setzen – mit ein bisschen Glück (10:1 oder so) gehörst du zu denen, die nicht mehr bluten! 😉

    Wir warten aber auch einfach gespannt auf dein nächstes sexuelles Abenteuer – zumindest ich. Du enttäuschst glaube ich hier niemanden. Das Leben läuft eben nicht immer so, wie man es gerne möchte. Kopf hoch und schon mal ein bisschen mit nem Plug spielen! 😉

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  2. Das klingt wirklich sehr unzufriedenstellend. Und ich schließe mich an. Morgen sind es bei mir 3 (!!!) Wochen, weil erst keiner da, dann krank, dann Heimaturlaub und kaum, dass ich wieder in meiner Unistadt bin, hab ich meine Tage. aaaaargh!
    Ich leide mit dir!

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      1. Grandios ist es!!
        Aber ich hätte auch gar nichts gegen sehr viel öfter einzuwenden. Ist echt hart jeden Tag auf einem hohen erotischen Level gehalten zu werden, aber maximal alle paar Tage Befriedigung zu erhalten.

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  3. Nun ich kann dichsehr gut verstehen. Ehrlich. Tage ohne Sex. Nicht das es nicht möglich wäre, diese auszuhalten. Aber wie du selber gemerkt hast, machen sie mehr als unzufrieden. Da hilft dann auch keine eigene Hilfestellung mehr.
    Oh, ja, ich kann dich gut verstehen, aber frage besser nicht………

    Grüßly

    HoM

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      1. Da fällt mir eine Frage einer Freundin ein, die wissen wollte, wie oft mein Mann und ich Sex haben. Und da sagte ich aus Scherz: Du meinst miteinander? – Aber genau das ist ja der Stoff, aus dem die Fantasien sind… 😉

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