Partyquickie

– November 2015 –

Da bin ich also auf die WG-Party meiner Nachbarn eingeladen. Mit meinen Nachbarn meine ich Mr. Big und Herr Busch. Das Motto der Party ist erotisch und hat ein kleines Wortspiel, das an einen Swinger-Club erinnert. Ich kann nicht anders und stelle mir vor wie es wohl wäre, wenn die beiden voneinander wüssten. Das wäre wohl mein erster Dreier geworden, sofern ich mich getraut hätte zwei Männer auf ein Mal zu befriedigen. Ich bin hin- und hergerissen, weiß nicht ob ich da überhaupt hingehen soll, ob es nicht etwas zu gefährlich ist. Dann wollte ich mir den Spaß doch nicht entgehen lassen.

Ich packe also meinen schwarzen Spitzen-BH aus, ziehe eine schwarze Tüllbluse zum Binden mit Trompetenärmeln darüber und zwänge mich in meine enge, enge, schwarze High-Waist-Hose rein. Da die Bluse einen sehr großen V-Ausschnitt hat und etwas kürzer ist, habe ich einen gewaltigen Ausschnitt mit BH-Blitzer und bin noch dazu etwas bauchfrei. Mit einer Burlesque-Maske und einem dunklen Lippenstift, sehe ich  noch einen ticken sexier aus. Tequilla und Wein bringen meine Freundin und mich in Partystimmung.

Aufregung macht sich jedoch trotzdem breit, als wir entscheiden rüber zu gehen. Ist ja schließlich nicht weit. Aus dem Haus raus und in das nächste rein. Als erstes treffe ich Herr Busch, wir umarmen uns zur Begrüßung, reden eine Weile, trinken noch einen Mexikaner zusammen (Ich trinke nie wieder einen Mexikaner!). Nur einen Moment später, streiche ich ihm über seine Brusthaare und sage lachend, dass er ja einen genauso großen Ausschnitt wie ich an hat. Herr Busch ist nicht besonders muskulös oder riesig. Eigentlich absolut nicht mein Typ. Eher schlank, mittelgroß, braune Harre und Augen und eher schmächtig. Ich kann immer noch nicht sagen, was mich jedes Mal zu ihm zieht oder was genau ich an ihm sexy oder toll finde.

Nur kurze Zeit später kommt Mr. Big vorbei umarmt mich zur Begrüßung. Wir reden ganze zwei Minuten und er verschwindet. Wow, ist der heute interessiert. Nicht. Meine Freundin verschwindet und taucht immer wieder auf. Wir sind unter den Leuten, unterhalten uns immer wieder mit anderen und finden uns dann wieder. Ich weiß nicht mehr genau warum ich bei den Badezimmern stand, aber da stand ich nun und Herr Busch neben mir. Leute komme, gehen, wir lachen und unterhalten uns. Als einen kurzen Moment niemand mehr da ist, presst er sich gegen mich und küsst mich. „Ich glaube, wir müssen mal kurz in mein Zimmer gehen!“.

Ok, meine Pläne für heute waren anders, aber wenn er schon so fragt und Herr Big nicht in die Gänge kommt… Ich war schon ewig nicht mehr in seinem Zimmer. Auch nur einmal, als wir zum ersten rumgemacht haben und ich ihn sexlos verlassen habe. Er hat sein Zimmer umgestellt, etwas chaotisch, aber wen interessiert das schon. Ich schmeiße mich ins Bett, nachdem ich meine Schuhe ausgezogen habe und er schmeißt sich auf mich, nachdem er die Tür zugeschlossen hat und fängt sofort an mich zu küssen. Wir ziehen uns nicht gegenseitig aus, wir ziehen uns einfach nur aus und sind innerhalb von wenigen Sekunden nackt. Seine Finger sind immerzu an meinem Körper, streicheln und kneifen mich. Er packt ein Kondom aus, streift es sich drüber und dringt in der nächsten Sekunde schon in mich.

Wenn ich betrunken bin, bin ich doppelt so scharf als sonst. Ich kann nicht genug bekommen, will es auf meine Weise machen und sage ihm, dass er mich hoch lassen soll. Es ist laut draußen, es gibt niemanden, der mich oder ihn hören könnte. Ich stöhne laut und bin gleichzeitig erstaunt darüber, wie sehr ich mich bei dem Gelächter draußen fallen lassen kann. Ist wohl der Alkohol. Es ist wohl auch der Alkohol, der mich ziemlich schnell zum Höhepunkt bringt. Ich sacke auf ihn, bewege mich nur noch sehr wenig und koste es aus. „Ich will dich von hinten nehmen.“ Da ist wohl jemand auf den Geschmack gekommen. Warum aber auch nicht. „Hast du Gleitgel?“ Nein, hat er nicht. „Ohne Gleitgel, nö!“ Nachdem er mich, aber immer intensiver anal massiert, bekomme ich immer mehr Lust darauf, sodass ich ihn ausprobieren lasse.

Bevor er nur einen Zentimeter eingedrungen ist, ist mir klar, dass das nichts wird. Es tut so schon viel zu sehr weh. Ich ziehe mich vor und sage ihm das. Nur nach einer kleinen Verschnaufpause, legt er sich wieder auf mich, zieht mein Bein hoch, sodass ich es ihm um die Taille legen kann. Seine Hand wandert wieder tiefer, massiert mich wieder anal, während er hart zustößt. Ich kralle meine Hand in seine Pobacke, drücke ihn fester in mich. Nur wenig später entschließe ich mich mit der Hand etwas tiefer zu gehen, auszutesten wie weit er mich gehen lässt. Als mein Finger ihn vorerst nur außen massiert, wird sein Stöhnen lauter, ich traue mich weiter. Ich dringe mit der Fingerkuppe in ihn, merke, dass es ihm gefällt und gehe noch weiter. Leider kann ich in dieser Stellung, wenn überhaupt zwei Zentimeter eindringen.

Zwei Zentimeter, die ihn zum Orgasmus bringen. Krass, geht das schnell. Bin wohl nicht die Einzige, die so empfindlich darauf reagiert. Wir lachen beide los, als von draußen „Wo ist eigentlich Herr Busch?!“ ertönt. Ich schaue zu ihm und sage „Beschlagnahmt!“ Als wir wieder angezogen sind, macht er die Tür wieder auf und schaut kurz um sich ob jemand guckt. Wir lächeln uns noch ein letztes Mal an und ich laufe raus Richtung Terasse ohne noch einmal nach hinten zu schauen. Erst mal eine Rauchen.

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13 Gedanken zu “Partyquickie

  1. Soso,
    mit Allohol doppelt so scharf. Dabei soll er doch eher abtörnend wirken. Ich frag mich, die die Mediziner darauf kommen …
    Und er war ja wohl auch ziemlich scharf, so wie das klingt. 2 cm können je nach Körperbau ausreichend sein, Mann in so einer Situation ja auch sensibler ist …

    Gefällt 1 Person

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