Das Ziehen in meiner Brust

– Februar 2016 –

Es war lange Zeit in Ordnung. Ist es immer noch. Traurig macht es mich hin und wieder immer noch. Wenn ich an ihn denke. An die gemeinsamen intimen Momente. Das Gefühl mit ihm zu sein, bei ihm zu liegen. Unwillkürlich bildet sich ein Kloß in meinem Hals. Ich vermisse ihn. Ich vermisse es nicht mit jemandem zusammen zu sein oder Sex zu haben. Ich vermisse ihn. Ich bin deswegen nicht depressiv oder unglücklich. Ich bin nach wie vor dankbar und immer noch positiv gestimmt. Aber vermissen ist ein wirklich schreckliches Gefühl. Ich würde wirklich gerne mit ihm sein, mit ihm sprechen wäre vielleicht sogar genug.

Nein, wäre es nicht. Ich würde sofort mehr wollen. Daran denken wie es war und mich danach umso mehr sehnen. Das letzte mal habe ich ihn vor zwei Wochen gesehen. Geflirtet und es dann offiziell beendet. Nur ein zwei Tage später an unserem Haus vorbeilaufen gesehen. Meine Brust zog sich zusammen. Mein Atem stockte kurz. Und dann war es vergessen. Einfach nicht daran denken. Ignorieren, bis es vorbei ist.

Es ist wirklich riskant wieder daran zu denken. Trotzdem tue ich es. Vermisse ihn. Lese meine Blogbeiträge über ihn durch und versuche mich wie damals zu fühlen. Es mir vorzustellen bei ihm zu liegen. Die Situation noch ein mal zu erleben. Stelle mir immer diesen einen Moment vor. Der Moment als wir uns nach den Semesterferien das erste Mal wieder gesehen haben. Ja schon da habe ich ihn vermisst, aber es nicht realisiert. Dieser tolle Moment als wir uns förmlich angezogen haben und uns aus dem nichts geküsst haben. Ein toller Moment. Wie gern würde ich diesen Moment noch ein Mal erleben.

Ich schließe meine Augen. Stelle mir vor wieder dort zu sein. Ihn wieder nach langer Zeit zu sehen, zu lachen, ihn zu umarmen. Ich schaue ihm tief in die Augen, lächele ihn an. „Ich würde jetzt gehen.“ Nein. Ich weiß, dass ich nicht will, dass er geht. Er soll da bleiben. Er geht nicht, bleibt ein Moment zu lang stehen. Meine Hand greift nach seinem Kopf, seine Hand nach meinem Gesicht. Unsere Lippen treffen sich. Ein langer Kuss, bis er in mein Ohr flüstert „Oder wir gehen zusammen.“ Meine Brust zieht sich zusammen. Ein Lächeln in meinem Gesicht. Vorfreude. Dann öffne ich wieder meine Augen und alles was bleibt ist das Ziehen in meiner Brust. Ja, ich vermisse ihn.

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3 Gedanken zu “Das Ziehen in meiner Brust

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