Glück

– Mai 2016 –

Herr Busch ist da, genau neben mir. Ich lächele rüber zu ihm, er lächelt zurück. Mein Herz geht auf. Wir unterhalten uns. Wieder über alles und nichts. Lachen viel. Schauen uns viel zu lang in die Augen. Es ist dunkel, aber sehr bequem. Ein kuscheliges zweier Sofa, auf der wir uns breit gemacht haben. Sein Arm liegt um meine Schultern. Ich fühle mich geborgen, es ist warm. Ich schaue hoch zu ihm, er zu mir runter. Unsere Lippen treffen uns irgendwo in der Mitte. Der Kuss ist sinnlich, langsam und unglaublich zärtlich. Seine andere Hand schmiegt sich um mein Gesicht. Ich schaue ihm nochmal in die Augen. Er schenkt mir sein verschmitztes Lächeln. Ich fühle mich geliebt. Geborgen. Ich schließe die Augen, nehme sein Gesicht in meine Hände und küsse ihn wieder. Bekomme nicht genug von ihm.

Ich öffne langsam die Augen. Ich bin mit Glück erfüllt. Zufrieden. Meine Augen sind offen und alles was ich sehe ist das Bücherregal gleich neben meinem Bett. Ich werde leicht hysterisch. Ein unglaublich dumpfes Gefühl breitet sich in meiner Brust aus. Ich will es nicht realisieren. Nicht realisieren, dass es nur ein Traum war. Ich sehne mich in diesen Moment zurück. Ich sehne mich nach diesem Gefühl. Ich schließe die Augen. Hoffe wieder in den Traum einsteigen zu können. Mein Wecker klingelt und nimmt mir alle Möglichkeiten. Tränen steigen mir in die Augen. Enttäuschung. Ich beiße meine Zähne zusammen und stehe auf. Ausgelaugt.

Mein erster Traum mit Herrn Busch. Ich sehne mich nach einem weiteren und habe gleichzeitig Angst davor. Mein einziger Wunsch? Es soll aufhören.

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19 Gedanken zu “Glück

      1. Ich fühl mich einen Moment befreit und denke mir jaaa sehr gut, du denkst gar nicht mehr so oft an ihn und dann. Und dann träume ich von ihm. Das ist zum kotzen. Möchte wieder ein Gefühlskrüppel sein.

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  1. Scheiße, das Gefühl kenne ich gerade nur zu gut…hab überlegt heute „zufällig“ dort zu sein, wo sie auftauchen dürfte (sind ja nur fünf Minuten von mir aus zu Fuß) und habe beschlossen, dass ich mir den Scheiß nicht antue und lieber die Nacht lang meine Zimmerdecke (oder das Bücherregal) anstarre und in der nächsten Zeit die Welt ankotze.

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  2. Liebende Schließmuskelbarbie

    Danke für den „ICH“ Besuch
    Du erstaunst mich immer wieder aufs Neue
    Der Alice Wunder hatte ein Bild auf einem dreirädrigen Südlandautochen
    Mit der Aufschrift

    „In Demut dienen“

    Firma Murks und Fummel
    Berlin

    Das habe ich mir von Ihm schicken lassen
    Und Der König die Königin sind die Diener aller
    So Sie dies vorleben sind alle glücklich…

    Dir
    Joachim von Herzen

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