Sommer in meinem Kopf

– Januar 2020 –

Mit einem Gefühl, dass dieses Jahr mein Jahr wird, wache ich auf. Der Kuss von letzter Nacht prickelt noch auf meinen Lippen. Ich muss lächeln. Beiße mir auf die Unterlippe, schließe nochmal meine Augen und lasse den Abend Revue passieren. In meiner Brust lodert es. Mein Kopf ist geblendet von all den schönen Gedanken. Es ist Sommer in meinem Kopf. So mit allem drum und dran.

Ich öffne die Augen. „Was ist mit zerdenken?“ frag ich mich. Gehört das nicht dazu? Sind solche Gedanken nicht schuld an der anfänglich aufkommenden Hoffnung, die dann auf einmal zerstört wird? Ich suche Ablenkung und nehme mein Handy in die Hand. Eine Nachricht von ihm. „Hast du Lust heute Abend mit mir dahin zu gehen?“ Die Sonnenstrahlen treffen meine Augen, dann meinen gesamten Körper. Der Sommer in meinem Kopf geht in die zweite Runde.

Der mitgesendete Link führt zu einer Veranstaltung eines Nachtflohmarkts. Sehr cool. Ich bin begeistert. Sage zu und wir verabreden uns auf 20:00 Uhr. Ich bin nicht sonderlich aufgeregt, einfach nur mit Freude erfüllt. Ich entscheide mich für ein lockeres gemütliches Outfit. Die Bahn dorthin ist relativ voll. Er wartet bereits am Bahnsteig, als ich ankomme. Bevor ich mir Gedanken machen kann, wie die Begrüßung ablaufen wird, nimmt er mich ganz selbstbewusst in den Arm und küsst mich auf die Lippen. Ich bin verdutzt und begeistert. Mir wird wohlig warm. Die Sonnenstrahlen treffen meine Brust. Es ist wieder Sommer in meinem Kopf.

Der Flohmarkt ist nicht ganz so aufregend wie erhofft. Fast ausschließlich Kleidung. Die Idee mit je 20 Euro ein Outfit für je den anderen zu kaufen, um damit danach feiern zu gehen, lassen wir schnell fallen, obwohl das sehr lustig hätte enden können. Stattdessen machen wir einen kleinen Spaziergang um das Kunstviertel, welches um die Ecke des Veranstaltungsortes des Flohmarkts liegt. „Im Sommer ist es hier viel schöner, aber da können wir ja nochmal herkommen.“ Ich verstehe nicht ganz die Worte, denn in meinem Kopf ist bereits Sommer.

Da wir nicht wissen was wir als nächstes machen sollen, stellen wir uns wieder am Flohmarkt an das Lagerfeuer. Er stellt sich hinter mich und nimmt mich in den Arm. Mein Blick kreist um die Menschen, die auch am Feuer stehen. Einige Freundeskreise und dann die Pärchen, die genauso da stehen wie wir. Normalerweise würd ich meinen Blick von genau diesen wenden, um nicht in Neid zu ersticken. Dieses mal genieße ich selbst dieses wohlige Gefühl, drehe mich zu ihm, um ihn nochmal zu küssen. Die Wärme des Lagerfeuers, fühlt sich an wie Sonnenstrahlen auf meinem Rücken. Es ist ohnehin egal. In meinem Kopf ist Sommer. So mit allem drum und dran.

2 Gedanken zu “Sommer in meinem Kopf

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