Wenn Träume wahr werden

– August 2018 –

Es ist mal wieder ein Wochenende angesagt an dem wir weggehen. Dazu treffen wir uns bei mir, um uns noch ein zwei Drinks zu genehmigen. So macht die Party doch sehr viel mehr Spaß 😉 Drei Freundinnen und ich sitzen auf dem Balkon, als mein Telefon klingelt. Herr Busch. Nichts neues. Er ruft schon seit vier oder fünf Wochen am Wochenende an, um zu fragen was ich mache und ob wir etwas unternehmen möchten. Leider war ich bisher immer beschäftigt und musste ihm absagen. Nicht so wie dieses Wochenende. Ich sage ihm was wir vorhaben und er beschließt mit einer Arbeitskollegin dazu zu kommen.

Keine halbe Stunde später klingelt das Telefon erneut. Diesmal weil er die Tür nicht findet. Ich beschreibe ihm den Weg und höre schon seine Stimme in unserem Hof. Ich schaue vom Balkon runter und er grinst mich bereits an. Ich öffne Ihnen die Tür, wir umarmen uns wie gehabt und setzen uns wieder auf den Balkon. Die Stunden vergehen, bis wir beschließen nun endlich loszugehen. Ich gehe noch kurz in mein Zimmer, um meinen Geldbeutel zu suchen. Herr Busch kommt mit und begutachtet mein Zimmer. „Du hast eine geschmolzene Uhr?“ sagt er und schaut meine Uhr, die über die Kante des Regals liegt. Eine Uhr in Anlehnung an Salvador Dalis surrealistische Kunst. „Die kennst du doch noch aus unserer Unistadt. Die hast du da auch schon begeistert angeschaut.“ Er grinst verlegen. Richtet seinen Blick im nächsten Moment vom Boden auf mich.

Als ob das der Startschuss für das nächste gewesen wäre. Aber genau so fühlt es sich. Wieder diese unglaubliche Anziehungskraft, die entstanden ist. Als ob wir zwei Magnete wären, die wieder aktiviert wurden. Unsere Lippen liegen aufeinander, küssen sich. Als wären sie für nichts anderes bestimmt. Das Glücksgefühl strömt nur so in mich. Ich hatte schon vergessen wie er sich anfühlt, wie sich der Kuss anfühlt. So schnell wie es angefangen hat, hört es auch auf. Die anderen sind mittlerweile im Flur. Er geht vor, lugt aus dem Zimmer, dreht sich erneut zu mir und gibt mir noch einen Kuss. Ich versuche mich nicht so sehr davon mitreißen zu lassen. Wer weiß was er will. Konzentriere mich wieder auf die Suche nach meinem Geldbeutel. Bis ich ihn gefunden habe, sind die anderen bereits unten und warten. Herr Busch hält mir noch die Tür auf und wir gehen beide in das Treppenhaus. Gerade als ich die Stufen nach unten nehmen will, hält mich seine Hand an meiner Taille zurück. Seine Hand schiebt meinen Kopf zur Seite, hält mein Gesicht fest und küsst mich noch einmal.

Die Situation überfordert mich maßlos. Was passiert gerade? Darf ich mich freuen? Ist es soweit? Ich laufe raus. Schnell. Verschaffe mir einen Vorsprung. Einen Vorsprung um meine Gedanken, um das Geschehene zu sortieren. Stattdessen lösen sich erneut Glücksgefühle in mir. Fühle mich von einem zum anderen Moment verliebt. Als hätte ich gerade meinen ersten Kuss bekommen.

Wir sind im Klub. Die Musik ist gut. Wir tanzen alle. Ich spüre seinen Blick auf mir. Ich scheue mich ihn zu erwidern. Die Angst wieder fallen gelassen zu werden ist trotz des Alkoholpegels da. Wenig später stehen wir wieder draußen. Rauchen eine in der kühlen Abendluft. Als wir uns wieder auf den Weg nach drinnen machen, hält er meine Hand und zieht mich in die nächste Nische. Er drückt mich nur sachte gegen die Wand, nimmt mein Gesicht in beide Hände und küsst mich erneut. Diesmal lasse ich allem was in mir passiert, freien Lauf. Genieße die Berührung seiner Lippen. Die Berührung seiner Finger. Genieße seinen unwiderstehlichen Geruch. Wir küssen uns. Ohne diese begierige Lust nach mehr, sondern eher mit Leidenschaft und mit Genuß.

Ein Flüstern ertönt. „Ich habe etwas Angst es laut auszusprechen, aber das mit uns hat mir gefehlt.“ Ich möchte mehr hören und wieder nicht. Seine Wort hallen in meinem Kopf. Küsse ihn als Erwiderung. Schließe meine Augen und genieße die Realität. Diesmal ist es kein Traum. Diesmal ist es wahr. Es passiert gerade. Ich schaue ihm in die Augen, lächle ohne etwas zu sagen. Er umarmt mich, zieht mich näher zu sich heran. Ich lege meinen Kopf auf seine Brust, ziehe nochmal seinen Duft in mich ein. Er schließt die Arme enger um mich, legt seinen Kopf auf meinen ab. Ich fühle mich unglaublich geborgen in seinen Armen. Er löst die Umarmung. Schaut mich nur an. Die Gedanken in meinem Kopf sprudeln einfach vor sich hin. „Trau dich! Sag mir was du fühlst. Nein, zeig mir einfach was du fühlst.“ Er lächelt mich an, kommt näher und drückt mir einen seichten Kuss auf die Stirn, um mich anschließend wieder in seine Arme zu schließen.

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11 Gedanken zu “Wenn Träume wahr werden

      1. ich habe schon in den letzten Monaten immer wieder bei dir reingeguckt und die neuesten Beiträge gelesen. Ab und zu auch die älteren Geschichten, aber weder vollständig, noch chronologisch 😉

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